Die besten Bücher mexikanischer Schriftsteller

Planet Mexiko stellt euch die besten Bücher von mexikanischen Autoren vor. Die Liebesgeschichte »Bittersüße Schokolade« ist neben dem literarischen Erfolg auch ein bekannter Kinofilm. Eine lustige Verwandlung schildert uns der mexikanische Autor Jorge Comensal. Roman eines Mörders gefällig? Dann empfehlen wir dir »Linda 67« von Fernando del Paso. Octavio Paz bekam einen Nobelpreis für Literatur. Nicht ganz unschuldig ist dabei sicher sein Meisterwerk »Labyrinth der Einsamkeit«, eine kritische Analyse der mexikanischen Gesellschaft. Das Buch »Pedro Páramo« des Schriftstellers Juan Rulfo gilt als Klassiker der lateinamerikanischen Literatur.

Der mexikanische Fluch von Silvia Moreno-Garcia

Bestseller Der mexikanische Fluch von Silvia Moreno-Garcia

Originaltitel: Mexican Gothic
Autorin: Silvia Moreno-Garcia
Veröffentlichung: 2023
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Der Roman »Der mexkanischer Fluch« (Mexican Gothic) von Silvia Moreno-Garcia spielt im Mexiko der 1950er-Jahre und verbindet Elemente des Gothic-Horrors mit Mystery und Gesellschaftskritik. Im Mittelpunkt steht die junge Noemi, die zu ihrer Cousine Catalina reist. Diese hat Noemi zuvor einen beunruhigenden Brief geschrieben. Darin berichtet sie von seltsamen Vorgängen und behauptet, dass ihr Ehemann sie vergiften wolle.

Als Noemi auf dem Anwesen ankommt, bemerkt sie schnell, dass etwas mit der Familie Doyle und dem Haus nicht stimmt. Sie hat zunehmend unheimliche Träume und entdeckt nach und nach dunkle Geheimnisse über die Vergangenheit der Familie. Während ihrer Nachforschungen wird sie immer stärker mit übernatürlichen und verstörenden Ereignissen konfrontiert.

Der Roman behandelt neben Horror auch Themen wie Macht, Kontrolle, Kolonialismus und weibliche Selbstbestimmung. Besonders die düstere Atmosphäre des alten Herrenhauses und die geheimnisvolle Geschichte der Familie machen das Buch spannend und unheimlich. »Mexican Gothic« wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goodreads Choice Award, dem Locus Award und dem British Fantasy Award. Das Buch der mexikanischen Autorin wurde zu einem echten Bestseller.

Das Flüstern der Bienen von Sofia Segovia

Bestseller Das Flüstern der Bienen von Sofia Segovia

Originaltitel: El murmullo de las abejas
Autorin: Sofia Segovia
Veröffentlichung: 2022
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Der historische Roman »Das Flüstern der Bienen« der mexikanischen Autorin Sofia Segovia spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Mexiko. Im Mittelpunkt steht der Junge Simonopio, der während der mexikanischen Revolution von einer Amme mit einem Bienenschwarm gefunden wird. Seit seiner Geburt ist Simonopio anders als andere Kinder: Er kann nicht sprechen und hat ein auffälliges Aussehen. Gleichzeitig besitzt er eine besondere Fähigkeit – er kann Gefahren und zukünftige Ereignisse vorhersehen. Die Bienen begleiten ihn ständig und scheinen eine geheimnisvolle Verbindung zu ihm zu haben.

Simonopio wächst auf der Hacienda einer wohlhabenden Familie auf. Dort wird er trotz seiner Andersartigkeit liebevoll aufgenommen und besonders eng mit dem kleinen Sohn der Familie verbunden. Gemeinsam erleben die beiden die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen Mexikos. Gleichzeitig bedrohen Feindschaften, Gewalt und die Spanische Grippe die Familie.

Der Wilde von Guillermo Arrriaga

Mexikanischer Autor Guillermo Arriaga und sein Roman Der Wilde

Originaltitel: El Salvaje
Autorin: Guillermo Arriaga
Veröffentlichung: 2020
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Guillermo Arriaga ist ein mexikanischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur, der 1958 in Mexiko-Stadt geboren wurde. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Drehbücher zu den preisgekrönten Filmen »Amores Perros«, »21 Gramm« und »Babel«.

»Der Wilde« ist ein umfangreicher Roman, der in Mexiko spielt und verschiedene Geschichten miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht Juan Guillermo, ein junger Mann, der durch den gewaltsamen Tod seines Bruders Carlos aus seinem bisherigen Leben gerissen wird. Carlos wurde von einer religiösen Gruppe getötet, und Juan Guillermo ist von Trauer, Wut und dem Wunsch nach Rache geprägt. Gleichzeitig muss er sich mit seiner schwierigen Familie, seinen eigenen Gefühlen und den Konflikten in seinem Umfeld auseinandersetzen.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Geschichte eines Wolfs, der in der Wildnis ums Überleben kämpft. Diese beiden Handlungsstränge werden miteinander verbunden und spiegeln Themen wie Freiheit, Gewalt und Überleben wider.

Arriaga erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und mit vielen Rückblenden, wodurch nach und nach die Hintergründe der Figuren sichtbar werden. Besonders eindrucksvoll ist der Gegensatz zwischen der brutalen Welt der Menschen und der Natur.

Saison der Wirbelstürme von Fernanda Melchor

Mexikanischer Roman Saison der Wirbelstürme von Fernanda Melchor

Originaltitel: Temporada de Huracanes
Autor: Fernanda Melchor
Veröffentlichung: 2020
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Ein Mord erschüttert ein abgelegenes Dorf im mexikanischen Bundesstaat Veracruz: Die sogenannte Hexe wird tot aufgefunden. Was zunächst wie ein einzelnes Verbrechen wirkt, entwickelt sich zu einer düsteren Geschichte über Gewalt, Armut und die Abgründe einer Gesellschaft.

Fernanda Melchor erzählt die Ereignisse aus der Perspektive verschiedener Personen und setzt dabei ihre Erinnerungen, Gedanken und Erlebnisse zu einem Gesamtbild zusammen. Dadurch erfahren wir nach und nach, was vor dem Mord geschehen ist und welche Rolle die einzelnen Figuren dabei spielen.

Das Leben der Menschen ist geprägt von Perspektivlosigkeit, familiären Konflikten, sexueller Gewalt, Ausgrenzung und sozialen Ungleichheiten. Besonders auffällig ist Melchors schonungslose und direkte Sprache, die die bedrückende Stimmung des Romans verstärkt.

Obwohl sich die Handlung um einen Mord dreht, steht nicht die klassische Aufklärung des Verbrechens im Mittelpunkt. Vielmehr zeigt das Buch, wie Gewalt entstehen kann und wie stark die Lebensumstände das Verhalten der Menschen beeinflussen. »Saison der Wirbelstürme« ist deshalb ein intensiver und gesellschaftskritischer Roman, der einen schonungslosen Blick auf das Leben in einer von Armut und Gewalt geprägten Umgebung wirft.

Verwandlung von Jorge Comensal

Verwandlungen von Jorge Comensal

Originaltitel: Las Mutaciones
Autor: Jorge Comensal
Veröffentlichung: 2019
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Ramon Martinez ist ein erfolgreicher Anwalt, überzeugter Atheist und ein Familienmensch wie viele andere. Doch alles ändert sich an dem Tag, an dem Ramón operiert werden muss und seine Zunge – und damit die Fähigkeit zu sprechen – verliert.

Ramons Ehefrau Carmela streitet sich nun mit einem Mann, der ihr nicht antworten kann. Seine Teenager Paulina und Mateo müssen sich der neuen Situation stellen und gleichzeitig mit ihren eigenen Obsessionen (Fettleibigkeit und Onanie) fertig werden. Seine abergläubische Assistentin Elodia sucht ein Wundermittel für ihren Chef. Die Psychoanalytikerin Teresa raucht Marihuana um sich für Ramons Therapie zu inspirieren. Bringt der Papagei Benito Rettung und Erleichterung in den Familienalltag? Paradoxerweise kommuniziert Ramon mit dem Tier besser als mit seinen Liebsten.

Der mexikanische Schriftsteller Jorge Comensal hat mit seinem Buch »Verwandlung« eine heitere Tragikomödie geschaffen. Mit einer guten Mischung von erzählerischem Schwung und schwarzem Humor erzählt Comensal die Geschichte mit dem stummen Ramon, seinen schamlosen Familienmitgliedern und Benito dem Papagei.

Abgesang des Königs von Yuri Herrera

Buchtipp und Roman Abgesang des Königs von Yuri Herrera

Originaltitel: Trabajos del reino
Autor: Yuri Herrera
Veröffentlichung: 2011
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Macht kann einen Menschen stark machen, aber sie kann ihn auch einsam und blind für die Realität werden lassen. Genau mit diesem Gedanken beschäftigt sich Yuri Herrera in »Abgesang des Königs«.

Die Hauptfigur ist ein Herrscher, der über ein Reich regiert, das zunehmend von Unruhe und Veränderungen geprägt ist. Während seine bisherige Ordnung zerfällt, wird der König mit Menschen und Situationen konfrontiert, die seine Vorstellung von Macht infrage stellen.

Herrera erzählt die Geschichte in einer ungewöhnlichen, poetischen Sprache, die nicht alles eindeutig erklärt und dadurch viel Raum für eigene Gedanken lässt. Das Buch erinnert teilweise an eine moderne Fabel, in der der König nicht nur für eine einzelne Person, sondern auch für politische Macht und Herrschaft steht.

Besonders interessant ist, dass nicht große Schlachten oder politische Ereignisse im Mittelpunkt stehen, sondern die innere Veränderung des Herrschers. »Abgesang des Königs« ist deshalb kein typischer Roman, sondern eine kurze und symbolische Geschichte über das Ende von Macht und die Frage, was danach bleibt.

Der Schatten des Schattens von Paco Ignacio Taibo II

Der Schatten des Schattens des mexikanischen Schriftstellers Paco Ignacio Taibo

Originaltitel: Sombra de la sombra
Autorin: Paco Ignacio Taibo II
Veröffentlichung: 2007
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Der historische Kriminalroman »Der Schatten des Schattens« von Paco Ignacio Taibo II spielt in Mexiko-Stadt der 1920er-Jahre. Im Mittelpunkt stehen vier ungewöhnliche Freunde, die unterschiedlicher kaum sein könnten: der Schriftsteller Belascoarán Shayne, der Journalist Tomás, der chinesische Einwanderer Chang und der mexikanische Intellektuelle Gato. Gemeinsam geraten sie in einen rätselhaften Fall, als ein geheimnisvoller Mord geschieht und sie beginnen, die Hintergründe zu untersuchen. Dabei stoßen sie auf politische Intrigen, Korruption und die dunklen Seiten der mexikanischen Gesellschaft.

Die vier Freunde lösen den Fall nicht wie typische Detektive, sondern eher auf ungewöhnliche und manchmal chaotische Weise. Dadurch wirkt die Geschichte spannend, aber gleichzeitig humorvoll und lebendig.

Der Roman »Der Schatten des Schattens« verbindet Kriminalgeschichte, historische Ereignisse, Humor und Gesellschaftskritik. Besonders interessant ist die Atmosphäre der damaligen mexikanischen Hauptstadt, welche von politischen Konflikten und sozialen Ungleichheiten geprägt ist.

Kolibris Tochter von Luis Alberto Urrea

Kolibris Tochter von Luis Alberto Urrea

Originaltitel: Hummingbird’s Daughter
Autorin: Luis Alberto Urrea
Veröffentlichung: 2007
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Im Mittelpunkt des historischen Romans von Luis Alberto Urrea steht Teresita, ein junges Mädchen, das in einer armen und von Gewalt geprägten Umgebung aufwächst. Sie besitzt eine besondere Begabung und wird von den Menschen in ihrer Umgebung als eine Art Heilerin und Heilige angesehen.

Während der mexikanischen Revolution verbreitet sich die Nachricht über ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten, wodurch immer mehr Menschen zu ihr kommen und auf ihre Hilfe hoffen. Gleichzeitig muss Teresita selbst schwierige Situationen überstehen und ihren eigenen Weg finden.

Der Roman »Kolibris Tochter« verbindet historische Ereignisse mit Elementen des magischen Realismus und erzählt von Glauben, Hoffnung, Familie und der Suche nach Freiheit. Besonders interessant ist die Darstellung der mexikanischen Gesellschaft und der Lebensbedingungen während der Revolution.

Linda 67: Roman eines Mörders von Fernando del Paso

Linda 67 von Fernando del Paso

Originaltitel: Linda 67: Historia de un crimen
Autor: Fernando del Paso
Veröffentlichung: 1995
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Der Protagonist David Sorensen ist der Mörder, dies wird bereits anfangs des Buches bekannt. Er hat seine Frau Linda in einem alten Daimler über die Klippen stürzen lassen. Ist die Spannung des Krimis nun weg? Keineswegs! Der Autor Fernando del Paso erzeugt mit anderen Elementen Spannung.

Der aus Mexiko stammende David Sorensen ist es gewohnt, wie ein reicher Mann zu leben, ohne einer zu sein. Die Heirat mit der wohlhabenden und glamourösen Linda kommt da gerade recht. Doch Linda ist unzufrieden mit der Ehe und bittet um Scheidung. Dave sieht seinen finanziellen Komfort in der High Society von San Francisco bedroht. Er beschließt seine Frau zu ermorden und eine Entführung vorzutäuschen, um Lösegeld zu kassieren. Dann wäre da noch seine mexikanische Geliebte. Doch Davids geistreicher Plan gerät ins Wanken. Soviel sei verraten, mehr aber auch nicht.

Fernando del Pasos Roman »Linda 67« ist einerseits eine ungemein spannende Lektüre, jedoch auch eine akkurate Beschreibung der Werte und Charaktere innerhalb der amerikanischen High Society. Ganz bestimmt eine Buchempfehlung.

Bittersüsse Schokolade von Laura Esquivel

Bittersüsse Schokolade von Laura Esquivel

Originaltitel: Como agua para chocolate
Autorin: Laura Esquivel
Veröffentlichung: 1989
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Das mexikanische Sprichwort »como agua para chocolate« bedeutet, dass man enorm gereizt oder wütend ist, so zu sagen am Siedepunkt der Gefühle. Das Wasser muss auch sieden, bevor die heiße Schokolade zubereitet wird. In Mexiko wird sie mit Wasser und nicht mit Milch getrunken

Dieser Spruch gibt dem Roman von Laura Esquivel den Titel, zumindest in der Originalversion, auf deutsch heißt das Buch »Bittersüße Schokolade«. Die Geschichte spielt zur Zeit der mexikanischen Revolution und erzählt von Tita, einer jungen Frau und ihrer Liebe zu einem Mann… und der Liebe zur Küche.

Wie es die Tradition in Mexiko will, muss sich die jüngste Tochter um ihre Eltern kümmern, statt selbst eine Familie zu gründen. Somit haben ihre Gefühle für Pedro keinen Platz, der wiederum heiratet ihre ältere Schwester Rosana, um zumindest in Titas Nähe zu sein. Von nun an fließen Titas ganze Emotionen in ihre Kochkünste.

Tatsächlich bietet Laura Esquivels Buch »Bittersüße Schokolade« alle notwendigen Zutaten für eine unwiderstehliche Liebesgeschichte. Ferner ist es eine Hommage an die mexikanische Küche, ein Roman und Kochbuch in einem. Der Plot ist langsam gekocht, eine perfekte Kombination aus Alltag und Magie, mit einem unvergesslichen Finale. Wenig erstaunlich wurde die Romanze 1992 verfilmt, von Laura Esquivels Ehemann Alfonso Arau höchstpersönlich, einem renommierten mexikanischen Regisseur.


Klassische mexikanische Literatur

Der Tod des Artemio Cruz von Carlos Fuentes

Muerte de Artemio Cruz von Carlos Fuentes

Originaltitel: La Muerte de Artemio Cruz
Autor: Carlos Fuentes
Veröffentlichung: 1962
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Der Originaltitel des Buchs lautet: »La Muerte de Artemio Cruz«. Auf Deutsch gibt es zwei unterschiedliche Ausgaben, eines mit der wörtlichen Übersetzung des Titels »Der Tod des Artemio Cruz« und eines mit dem Titel: »Nichts als das Leben«. Es ist der wohl bedeutendste Roman des renommierten mexikanischen Schriftstellers Carlos Fuentes und zählt sogar zu den wichtigen Werken der lateinamerikanischen Literatur.

Im Mittelpunkt steht Artemio Cruz, ein schwer kranker ehemaliger Revolutionär, der auf dem Sterbebett sein Leben Revue passieren lässt. Einst kämpfte er für die Ideale der mexikanischen Revolution, entwickelte sich jedoch zu einem reichen und mächtigen Unternehmer, der Korruption und Manipulation nutzt, um seinen Einfluss zu sichern. Sein persönlicher Werdegang spiegelt damit den Verrat an den ursprünglichen Idealen der Revolution wider.

Der Roman zeichnet sich durch eine nicht chronologische Erzählweise und wechselnde Erzählperspektiven aus, die Artemios Erinnerungen, Gedanken und inneren Konflikte darstellen. Fuentes thematisiert Tod, Identität, Schuld und Macht und kritisiert zugleich die soziale Ungleichheit und politische Korruption im postrevolutionären Mexiko.

Pedro Páramo von Juan Rulfo

Pedro Páramo von Juan Rulfo

Originaltitel: Pedro Páramo
Autor: Juan Rulfo
Veröffentlichung: 1955
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Der mexikanische Autor Juan Rulfo hat nur einen Roman verfasst, doch dabei gleich ein Meisterwerk geschaffen. »Pedro Páramo« gilt als Klassiker der lateinamerikanischen Literatur. Das Buch wurde in über 30 Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt. In Mexiko gilt es als eines der Werke, das jeder Schüler mal gelesen haben sollte.

Das Buch hat zwei Handlungsgeschichten. Da ist Juan Preciado, der sich auf Bitten seiner sterbenden Mutter auf die Suche nach seinem Vater begibt. Doch statt einer florierenden Hacienda und Siedlung, findet er sich in einer entvölkerten Stadt wieder. Sein Vater Pedro Páramo ist bereits tot. Der von ihm geprägte Ort Comala gleicht einer Geisterstadt, mit verlassenen Straßen und geheimnisvollen Stimmen.

Der zweite Teil des Buches erzählt den Werdegang von Pedro Páramo bis zum Großgrundbesitzer. Er wird zum skrupellosen Herrscher von Comala. Während der mexikanischen Revolution nutzt er die verschiedenen Fraktionen zu deinen Gunsten aus. Doch die Bewohner von Comala rächen sich schlussendlich am Alleinherrscher Pedro Páramo und bringen ihn um.

Das Labyrinth der Einsamkeit von Octavio Paz

Labyrinth der Einsamkeit von Octavio Paz

Originaltitel: El Laberinto de la Soledad
Autor: Octavio Paz
Veröffentlichung: 1950
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Octavio Paz ist einer der bekanntesten mexikanischen Schriftsteller und Nobelpreisträger der Literatur. »Das Labyrinth der Einsamkeit« (Laberinto de la Soledad) ist sein Meisterwerk, ein selbstironischer Blick auf die mexikanische Gesellschaft. Der Autor liefert eine vertiefte Analyse über die Kultur, das Wesen und das Verhalten der Mexikaner, als Individuum und als Teil einer komplexen Gemeinschaft. Es unterstreicht auch den erheblichen Einfluss auf die Gefühle von Pessimismus und Ohnmacht, die in der mexikanischen Mentalität vorherrschen. Mexiko ist wie ein Labyrinth, in dem man sich erstmals zurechtfinden muss.

Für Neulinge der Mexicanidad empfehlen wir anfänglich eher eine allgemeine Lektüre über die Geschichte und Kultur des Landes, wie du sie in einem guten Reiseführer findest. In einem zweiten Schritt erhältst du mit dem Lesen des Buches von Octavio Paz einen vertieften Einblick über Land und Leute.


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