Die besten Kinofilme aus und über Mexiko

Das moderne mexikanische Kino erzählt emotionale, greifbare und oft magische Geschichten, die direkt unter die Haut gehen. Ein perfektes Beispiel dafür ist der Film Amores Perros, ein wuchtiges Drama, das das Leben in Mexiko-Stadt zeigt. Bittersüsse Schokolade erreichte weltweit Beachtung. Nicht minder beeindruckend ist Alfonso Cuaróns persönliches Meisterwerk Roma. In dem berührenden Drama Radical glänzt der Schauspieler Eugenio Derbez als unkonventioneller Lehrer, der mit radikalen und neuen Methoden den Unterricht an einer vernachlässigten Schule in einer von Gewalt geprägten Gegend revolutioniert. Diese und viele weitere Filme beweisen die unglaublichen Kreativität, die die mexikanischenFilme so einzigartig machen.

Moscas

Moscas mexikanischer Film
  • Originaltitel: Moscas
  • Veröffentlichung: 2026
  • Regie: Fernando Eimbcke
  • Besetzung: Teresita Sánchez (Olga), Bastián Escobar (Cristian), Hugo Ramirez (Tulio)

Der Kinofilm von Fernando Eimbcke erzählt von der einsamen Witwe Olga, die in einem großen Wohnkomplex in Mexiko-Stadt lebt und aus finanzieller Not ein Zimmer an einen Mann vermietet. Als dieser seinen neunjährigen Sohn Cristian heimlich bei ihr zurücklässt, wird Olgas streng geregeltes Leben unerwartet auf den Kopf gestellt. Zwischen der zurückgezogenen Frau und dem Jungen entwickelt sich langsam eine besondere Verbindung, die beiden hilft, mit Verlust, Einsamkeit und emotionalen Verletzungen umzugehen.

Der in Schwarz-Weiß gedrehte Film verbindet leise Komik mit einem melancholischen Drama über menschliche Nähe und Neuanfang. Moscas feierte seine Weltpremiere 2026 im Wettbewerb der Berlinale. Dort wurde das mexikanische Werk mit dem Preis der Ökumenischen Jury geehrt. Dies ist eine Auszeichnung für Filme, die sich besonders überzeugend mit menschlichen, sozialen, ethischen oder spirituellen Themen auseinandersetzen.

Radical – Eine Klasse für sich

Film Radical - eine Klasse für sich mit Schauspieler Eugenio Derbez
  • Originaltitel: Radical
  • Veröffentlichung: 2023
  • Regie: Christopher Zalla
  • Besetzung: Eugenio Derbez (Sergio), Daniel Haddad (Chucho), Jennifer Trejo (Paloma)

Radical – Eine Klasse für sich ist ein mexikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2023 von Christopher Zalla mit Eugenio Derbez in der Hauptrolle. Der Film erzählt die wahre Geschichte des Lehrers Sergio Juárez Correa, der an einer Grundschule in der von Armut, Gewalt und Vernachlässigung geprägten Grenzstadt Matamoros mit ungewöhnlichen Unterrichtsmethoden das Interesse seiner Schülerinnen und Schüler weckt und ihnen neue Perspektiven eröffnet.

Der Film feierte seine Premiere beim Sundance Film Festival 2023 und gewann dort den Festival Favorite Award, der durch die Publikumsstimmen vergeben wird. Weitere Auszeichnungen folgten unter anderem beim Heartland International Film Festival, beim Mill Valley Film Festival und beim Filmfestival Málaga, wo Radical 2024 als bester iberoamerikanischer Film ausgezeichnet wurde.

Roma

Roma des Regisseurs Alfonso Cuarón
  • Originaltitel: Roma
  • Veröffentlichung: 2018
  • Regie: Alfonso Cuarón
  • Besetzung: Yalitza Aparicio (Cleo), Marina de Tavira (Sofia)

Gleich vorweg, Roma bezieht sich nicht auf die italienische Hauptstadt oder die osteuropäische Völkergruppe, sondern auf den hippen Stadtteil Roma Norte in Mexiko City. Hier spielt das Familiendrama des mexikanischen Regisseurs Alfonso Cuarón, unter anderem, weil seine Familie in Roma wohnte und er hier seine Kindheit verbrachte.

Im Zentrum der Handlung steht Cleo, ein junges indigenes Hausmädchen, das Anfang der 1970er Jahre für eine bürgerliche Familie der Colonia Roma in Mexiko-Stadt arbeitet. Doch Sofias Ehemann betrügt sie und verlässt schlussendlich die Familie. Nun müssen die beiden Frauen zusammenhalten. Cleo muss jedoch auch mit ihren eigenen harten Schicksalsschlägen, fertigwerden, darunter eine unerwarteten Schwangerschaft und die Erkenntnis, dass ihr Freund einem paramilitärischen Schlägertrupp angehört. Neben diesen privaten Familiendramen fängt der Film auch die politische Unruhe der Epoche ein.

Bekannt ist das Meisterwerk vor allem wegen seiner Schwarzweiß-Produktion und für die atemberaubenden, langen Kameraeinstellungen, die akribische historische Rekonstruktion und den Verzicht auf künstliche Filmmusik. Dadurch fühlt sich das Geschehen fast dokumentarisch und extrem lebendig an. Das Werk feierte weltweit riesige Erfolge. Gekrönt wurde dieser Triumph durch drei Oscars, darunter die Auszeichnung für die beste Regie sowie als bester internationaler Film.

Die Kinder des Señor Noble

Mexikanische Komödie Nosotors Los Nobles
  • Originaltitel: Nosotros los Nobles
  • Veröffentlichung: 2013
  • Regie: Gary Alazraki
  • Besetzung: Gonzalo Vega (Gérman Noble), Karla Souza (Barbara), Luis Gerardo Méndez (Javi), Juan Pablo Gil (Cha)

Nosotros los Nobles ist finanziell einer der erfolgreichsten mexikanischen Filme aller Zeiten. Die Komödie handelt vom Millionär Gérman Nobel und seiner Familie. Die verwöhnten erwachsenen Kindern Javi, Cha und Barbara verbringen ihren Lebensinhalt damit, sein Geld zu verprassen. Das Leben der drei jungen Leute ändert sich rapide, als ihr Vater ihnen die Nachricht überbringt, dass sein Unternehmen bankrott ist. Angesichts dieser Situation sind sie gezwungen einen Job zu suchen. Fakt ist, dass der Vater seinen Kindern eine Lehre erteilen will, obwohl sich an seiner wirtschaftlichen Situation nichts geändert hat. Nur Barbaras Freund versucht ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Plötzlich Vater

Mexikanischer Schauspieler Eurenio Derbez
  • Originaltitel: No se aceptan devoluciones
  • Veröffentlichung: 2013
  • Regie: Eugenio Derbez
  • Besetzung: Eugenio Derbez (Valentin Bravo), Karla Souza (Jackie), Jessica Lindsay (Julie)

Im gleichen Jahr kommt eine weitere Komödie zu Ehren. No se aceptan devoluciones übertrumpft den Kassenschlager Nosotros los Nobles und wird zum finanziell erfolgreichsten mexikanischen Film aller Zeiten katapultiert. Kritiker äusserten sich skeptisch zum Film, doch das ist dem Kinopublikum herzlich egal.

Der in Acapulco lebhafte Playboy und Frauenheld Valentin Bravo erhält von einer ehemaligen Affäre ein Baby vor seine Haustür gesetzt. »No se aceptan devoluciones« bedeutet so viel wie keine »Rückerstattung«. Der Titel ist eine Anspielung auf die Filmgeschichte mit dem Kind, welches nicht retourniert werden kann und nun in die Obhut des Vaters gelangt.

Valentin verlässt Mexiko in Richtung Los Angeles, um die Mutter des Babys zu suchen. Stattdessen findet er ein neues Zuhause für sich und seine Tochter Maggie. Als unwahrscheinliche Vaterfigur zieht Valentin Maggie sechs Jahre lang auf und etabliert sich gleichzeitig als einer der besten Stuntmen Hollywoods.

Seine unkonventionelle Familie ist jedoch bedroht, als Maggies leibliche Mutter Julie nach sechs Jahren aus heiterem Himmel auftaucht und das volle Sorgerecht für Maggie will. Valentin erkennt, dass er seine Tochter verlieren könnte.

Der wundersame Katzenfisch

Filmtipp: Der wundersame Katzenfisch
  • Originaltitel: Los insólitos peces gato
  • Veröffentlichung: 2013
  • Regie: Claudia Sainte-Luce
  • Besetzung: Ximena Ayala (Claudia), Lisa Owen (Martha), Sonia Franco (Alejandra)

Der im Jahr 2013 veröffentlichte mexikanische Independent-Film Der wundersame Katzenfisch ist eine berührende Tragikomödie der Regisseurin Claudia Sainte-Luce. Im Zentrum der Handlung steht die junge, einsame Supermarktverkäuferin Claudia, die wegen einer akuten Blinddarmentzündung im Krankenhaus landet. Dort teilt sie sich das Zimmer mit Martha, einer lebensfrohen, an Aids erkrankten Frau, die vier quirlige Kinder hat. Als Martha bemerkt, wie isoliert Claudia im Leben steht, nimmt sie die junge Frau kurzerhand in ihre herrlich unkonventionelle Familie auf. Während Marthas gesundheitlicher Zustand in der Folge spürbar schlechter wird, wächst Claudia immer tiefer in die Rolle einer liebevollen Ersatzmutter und engen Vertrauten für die Kinder hinein.

Obwohl schwere Themen wie unheilbare Krankheit und Abschiednehmen im Raum stehen, ist der Film keineswegs deprimierend oder schwerfällig inszeniert. Stattdessen ist der mexikanische Film eine amüsante Mischung aus Komödie und Drama, das das Werk besticht durch eine große Portion Wärme, feinen Humor, viel Herzlichkeit und einen fast dokumentarischen Realismus, der das Publikum tief berührt. Der Film Der wundersame Kathenfisch wurde unter anderem mit dem FIPRESCI-Preis beim Toronto International Film Festival, zwei Preisen beim Filmfestival von Locarno sowie sieben Nominierungen für den mexikanischen Filmpreis Ariel ausgezeichnet.

Zug der Hoffnung

Der Film Sin Nombre spielt in Mexiko
  • Originaltitel: Sin Nombre
  • Veröffentlichung: 2009
  • Regie: Cary Joji Fukunaga
  • Besetzung: Edgar Flores (Willy, El Casper), Kristyan Ferrer (Benito, El Smiley), Paulina Gaitán (Sayra)

Der Film Sin Nombre behandelt zwei heikle Themen. Einerseits die Migration von mittelamerikanischen Flüchtlingen durch Mexiko in die USA, andererseits die Bandenkriminalität. In der Geschichte macht sie eine honduranische Familie mit ihrer Tochter Sayra auf den gefährlichen Weg in Richtung Norden. Im Süden Mexikos treffen sie dabei auf den Gangster Willy, genannt El Casper. Dieser versucht seine Mitgliedschaft in der Jugendgang »Mara Salvatrucha« und sein Privatleben unter einen Hut zu bringen. Er entscheidet sich mit Sayra und ihrer Familie auf dem gleichen Zug zu flüchten. Bald werden die Umstände ihn und die der Honduraner zwingen, sich im Guten wie im Schlechten zu vereinen.

Frida

Film über Frida Kahlo mit Salma Hayek
  • Originaltitel: Frida
  • Veröffentlichung: 2002
  • Regie: Julie Taymor
  • Besetzung: Salma Hayek (Frida Kahlo), Alfred Molina (Diego Rivera), Antonio Banderas (David Alvaros Siqueiros)

Der Film Frida ist eine visuell beeindruckende und leidenschaftliche Filmbiografie über das faszinierende Leben der weltberühmten mexikanischen Malerin Frida Kahlo. In der Hauptrolle glänzt Salma Hayek, die die Künstlerin mit ungeheurer Kraft, Stolz und emotionaler Tiefe porträtiert.

Die Geschichte begleitet Frida von ihrer Jugend, in der sie durch einen schweren Busunfall lebenslang gezeichnet und an den Schmerz gefesselt wird, bis hin zu ihrem unermüdlichen Schaffen als Künstlerin. Im Mittelpunkt steht zudem ihre stürmische, komplexe Beziehung zu dem berühmten Wandmaler Diego Rivera (gespielt von Alfred Molina), geprägt von großer Liebe, kreativem Austausch und schmerzhaften Untreuen.

Die Versuchung des Padre Amaro

Schauspieler Gael Garcia Bernal
  • Originaltitel: El crimen del Padre Amaro
  • Veröffentlichung: 2001
  • Regie: Carlos Carrera
  • Besetzung: Gael García Bernal (Padre Amaro), Ana Claudia Talancón (Amelia)

Der 24-jährige Pater Amaro wurde kürzlich zum Priester geweiht und wird in eine kleine Pfarrkirche in die mexikanische Kleinstadt Los Reyes geschickt. Er soll dort den alternden Pater Benito bei seiner täglichen Arbeit unterstützen. Bei seiner Ankunft in Los Reyes trifft der ehrgeizige Pater Amaro auf Amelia, ein wunderschönes 16-jähriges Mädchen, dessen religiöse Hingabe bald hilflos in einer wachsenden Anziehungskraft auf den neuen Priester verstrickt wird.

Amelia und Pater Amaro verlieben sich ineinander und eine leidenschaftliche sexuelle Beziehung beginnt. Amaro entdeckt bald, dass Korruption und die Kirche in Los Reyes alte Bekannte sind. Pater Benito hat vom Drogenbaron der Region finanzielle Hilfe für den Bau einer neuen Gesundheitsklinik erhalten. Die Dinge in der kleinen Gemeinde werden immer komplizierter, Pater Amaro muss die richtigen Entscheidungen treffen.

Mit deiner Mutter auch, Lust for Life

Mexikanisches Kino: Y tu mamá también
  • Originaltitel: Y tu Mamá También
  • Veröffentlichung: 2001
  • Regie: Alfonso Cuarón
  • Besetzung: Gael García Bernal (Julio), Diego Luna (Tenoch), Maribel Verdú (Luisa)

Der Film Y tu mamá también wurde zu einem der erfolgreichsten mexikanischen Filme seiner Zeit und verzeichnete auch weltweite Erfolge. Der aus Mexiko-Stadt stammende Regisseur Alfonso Cuarón inszenierte ein faszinierendes Roadmovie.

Die beiden Jugendlichen Julio (Gael García Bernal) und Tenoch (Diego Luna) verbindet eine enge Freundschaft. Trotz ihrem sehr unterschiedlichen familiären Background, Julio stammt aus einer Arbeiterfamilie, Tenoch hat einen reichen Politiker als Vater, verbringen sie viel Zeit zusammen in ihrer Heimatstadt Mexiko City. Nun sind sie etwas deprimiert, da ihre beiden Freundinnen zu einer Rundreise durch Italien aufgebrochen sind.

Bei einer Hochzeitsfeier lernen die beiden die etwa zwanzigjährige Luisa kennen. Diese hat kürzlich erfahren, dass ihr Ehemann fremdgegangen ist. Julio und Tenoch versuchen die schöne Luisa (Maribel Verdú) zu trösten und laden sie zu einem Ausflug zum schönsten Strand Mexikos ein. Tatsächlich ist sie einverstanden, den Roadtrip zu unternehmen. Der Haken ist nur, dass die Playa La Boca del Cielo gar nicht existiert. Julio und Tenoch haben den Strand frei erfunden, um Luisa zu beeindrucken.

Nun müssen sie improvisieren und einen Ausflug zu einem anderen Strand auf die Beine stellen. Das Trio macht sich auf die die nicht ganz harmonische Reise an die Pazifikküste von Oaxaca. Unterwegs kommt es zu Verführungen, erotischen Rivalitäten und einem dramatischen Schicksalsschlag. Wird die hübsche Luisa die Freundschaft beeinträchtigen?

Amores Perros

Amores Perros mexikanischer Kultfilm
  • Originaltitel: Amores Perros
  • Veröffentlichung: 2000
  • Regie: Alejandro González Iñárritu
  • Besetzung: Gael García Bernal, Emilio Echevarría

In Mexiko gilt Amores Perros (Hundeliebe) als absoluter Kultfilm. Der beliebte Filmstar Gael Garcia Bernal begeistert durch seine schauspielerische Leistung und der mexikanische Regisseur Alejandro González Inárritu erhält für sein Filmdebut viel Anerkennung. González Inárritu feiert kurz danach mit seinen Filmen 21 Gramm (2003) und Babel (2006) weitere internationale cinematografische Erfolge.

Das Drama Amores Perros erzählt in drei Episoden über die harte Realität des Lebens in der Millionenpetropole Mexiko-Stadt. Die Geschichten scheinen zunächst ohne Zusammenhang, die Hauptfiguren lernen sich nie kennen. Aber alle drei Geschichten bestehen aus denselben Elementen. Das erste davon ist ein Unfall, der die Handlungen beeinflusst. Das andere grundlegende Element sind die Hunde. In allen drei Episoden erfüllen die Hunde eine symbolische und funktionale Aufgabe. Da ist zum einen die Geschichte von Octavio und Susana. Auf der anderen Seite die von Daniel und Valeria und schließlich die von Chivo und Maru.

Das Gesetz des Herodes

Mexikanischer Film La Ley de Herodes
  • Originaltitel: La Ley de Herodes
  • Veröffentlichung: 1999
  • Regie: Luis Estrada
  • Besetzung: Damián Alcázar (Juan Vargas), Pedro Armendáriz (López), Delia Casanova (Rosa)

Eine politische Satire und Komödie mit der in Mexiko weit verbreiteten Korruption als Thematik. Nachdem der käufliche ehemalige Bürgermeister von den Bewohnern getötet wurde, wird das Parteimitglied Juan Vargas zum neuen Bürgermeister einer Stadt im zentralen Mexiko ernannt. Obwohl er versucht, das Motto der Regierungspartei (Modernität, Frieden und Fortschritt) in die Stadt zu tragen, merkt er bald, dass man gegen Korruption nichts tun kann … außer selbst korrupt zu werden. Schritt für Schritt, unterstützt von seiner Pistole, wird Juan Vargas zum Gesetz und zum schlimmsten Politiker in der Geschichte der Stadt.

Bittersüße Schokolade

Como Agua para Chocolate, Film Bittersüsse Schokolade
  • Originaltitel: Como agua para chocolate
  • Veröffentlichung: 1992
  • Regie: Alfonso Arau
  • Besetzung: Lumi Cavazos (Tita), Marco Leonardi (Pedro)

Der Film Bittersüße Schokolade basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Laura Esquivel (Buch siehe bei Amazon*). Ihr damaliger Ehepartner Alfonso Arau ist ein renommierter Filmregisseur und hat die Produktion und Regie gleich übernommen. Der Kinofilm räumte bei Mexikos wichtigstem Filmpreis (Premio Ariel) ab und gewann gleich 10 Trophäen (unter anderem für den besten Film, die beste Regie, das beste Drehbuch sowie für Haupt- und Nebendarsteller).

Im Mittelpunkt der Handlung steht die junge Tita de la Garza, die jüngste Tochter einer strengen und herrischen Mutter. Nach alter Familientradition ist Tita dazu bestimmt, unverheiratet zu bleiben und sich bis zu deren Tod um ihre Mutter zu kümmern. Als sich Tita und der junge Pedro Muzquiz unsterblich ineinander verlieben, untersagt die Mutter ihnen die Heirat. Um dennoch in Titas Nähe zu sein, geht Pedro das Opfer ein, Titas Schwester Rosaura zu heiraten. Da Tita all ihre unterdrückten Gefühle, ihre Leidenschaft und ihren Schmerz in ihre Kochkunst lenkt, entfalten ihre Gerichte eine magische Wirkung: Wer von ihren Speisen isst, wird augenblicklich von Titas emotionalem Zustand – sei es tiefe Sehnsucht, Trauer oder lüsterner Liebesschmerz – ergriffen.

Der Film verwebt auf poetische Weise kulinarische Sinnlichkeit mit einer tragischen Liebesgeschichte, in der Tita über Jahre hinweg gegen die starren Konventionen ihrer Familie ankämpft, bis die Geschichte in einem dramatischen und symbolträchtigen Finale gipfelt.


Dies könnte dich auch interessieren


* Durch den Kauf eines Produkts oder eines Services über unsere Affiliate-Partner, bekommen wir eine kleine Kommission. Für dich entstehen selbstverständlich keine Mehrkosten. Muchas gracias.