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Maya-Stadt Uxmal

Maya-Stadt Uxmal

Blick vom Gouverneurspalast über die Maya-Stadt Uxmal, rechterhand der mächtige Tempel des Wahrsagers, eines der Top-Highlights in Yucatán.

Archäologische Stätte von Uxmal


Die archäologische Stätte Uxmal ist der eindrucksvollste Vertreter des Puuc-Baustils, welcher im Nordwesten der Halbinsel Yucatán von den Maya-Architekten zur Anwendung kam. Eines der Hauptmerkmale sind die rund um das Gebäude verlaufenden Gesimse, so genannte Mauerbänder. Ein weiteres Element stellen die Reihen kleiner Säulen dar, welche sowohl den Sockel der Gebäude wie auch den Fries schmücken. Kompositionen mit geometrisch sich wiederholenden Dekorationsmotiven wurden mit zugeschnittenen und verzierten Steinen geschaffen. Der Kult des Regengottes Chaac (oder auch des aztekischen Regengottes Tlaloc) wird in den zahllosen Masken deutlich, die sich an den Gebäuden von Uxmal und weiteren Maya-Städten in diesem Gebiet befinden.

Tempel des Wahrsagers von Uxmal

Pyramide des Wahrsagers von Uxmal

Die Pyramide des Wahrsagers "El Adivino" ist das Wahrzeichen der Maya-Stadt von Uxmal.

Die 35 m hohe Wahrsager-Pyramide "El Adivino" mit seiner ungewöhnlichen Form war das Ergebnis einer in verschiedenen Epochen erfolgten Baugeschichte. Die ellipsenförmige Struktur wird gegen oben schmaler und durch Plattformen unterteilt. Zuoberst befindet sich ein Tempel und wichtige Kultstätte der Maya. Eine äusserst steile, beidseitig mit Masken des Regengottes Chaac dekorierte Treppe, führt auf der Westseite hoch zu einem opulenten Torbogen, welcher ins Innere der Pyramide führt.

Nonnenkloster

Nonnenkloster von Uxmal

Reich verzierte Fassade des Nonnenklosters, el Cuadrángulo de las Monjas.

Auf einer riesigen Plattform wurde das Nonnenkloster errichtet, eines der wichtigsten Bauwerke in Uxmal. "La Casa de las Monjas" beherbergte zwar nie Nonnen, aber bei seinen 88 Räumen erkannten die spanischen Eroberer eine gewisse Ähnlichkeit aus der Heimat. Ein weitläufiger Innenhof wird umgeben von vier Gebäuden, von denen jedes in einem anderen Stil dekoriert ist. Die Fassaden sind mit Schlangenornamenten und Fantasiemustern reich geschmückt.

Gouverneurspalast

Gouverneurspalast von Uxmal

Gouverneurspalast und der aus dem Regenwald ragende Tempel des Wahrsagers.

Aufgrund seiner Ausmasse und reichen Dekoration gilt der Gouverneurspalast als eines der schönsten Monumente der klassischen Maya-Architektur. Wiederum stark präsent ist der Regengott Chaac und die Schlangenmotive. Vor der Palasttreppe steht die skurrile Skulptur von zwei ineinander gewachsenen Raubtieren.

Grosse Pyramide

Grosse Pyramide von Uxmal

Die Treppe der Grossen Pyramide kann erklommen werden.

Die Pirámide Mayor, die Grosse Pyramide erhebt sich auf der Rückseite des Gouverneurspalastes. Von dort kommend scheint sie zuerst recht unscheinbar. Erst von vorne betrachtet kann man die riesigen Ausmasse erkennen. Nach dem Volumen ist sie sogar grösser als die Pyramide des Wahrsagers. Zudem darf hier die lange Treppe emporsteigen und erhält einen eindrücklichen Weitblick über die ganze Anlage von Uxmal.

Pelota-Spielplatz

Nicht fehlen darf der Ballspielplatz in Uxmal, mit den sich seitlich erhebenden Tribünen und dem Steinring. Beim im früheren Mexiko beliebten Pelota-Spiel, musste ein schwerer Gummiball durch den Ring befördert werden, wobei die Spieler den Ball nur mit den Hüften, Armen und Beinen schlagen durften.

Reiseinformationen

Uxmal liegt rund 80 km von Mérida entfernt und kann problemlos mit öffentlichen Bussen angefahren werden. Nur auf dem Rückweg sind die Busse meist schon sehr voll und deshalb halten auch nicht mehr alle an der Abzweigung von Uxmal. Es gibt von Mérida aus auch geführte Touren, welche oft noch weitere Maya-Städte auf der so genannten Ruta Puuc einschliessen, wie Kabah, Sayil und Lábna.