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Tourismus in Mexiko

Mexiko Tourismus

Der Tourismus in Mexiko basiert zu einem grossen Teil auf Strandulaub, bietet jedoch u.a. auch Rundreisen, Städte-Trips, Aktivurlaub, Wellness-Urlaub, Sprachaufenthalte.

Tourismus - wichtiger mexikanischer Wirtschafszweig

Tourismusbranche in Mexiko

Mexiko ist eine der bedeutendsten Reisedestinationen weltweit. Der attraktive Mix von traumhaften Sandstränden, die vielfältige Kulturgeschichte, historische Sehenswürdigkeiten der antiken Zivilisationen, die koloniale Architektur, die exotische Flora und Fauna, grandiose Nationalparks, variable Unterhaltungsmöglichkeiten in den Grossstädten und sportliche Aktivitäten ziehen jährlich Millionen von Touristen nach Mexiko. Ein Grossteil der Besucher kommt aus den USA und Kanada, gefolgt von Reisenden aus lateinamerikanischen Ländern und an dritter Stelle Gäste aus Europa. Der Tourismus ist zusammen mit der Erdöl-Industrie und den Geldüberweisungen von im Ausland lebenden Mexikanern, eine der wichtigsten Stützen der mexikanischen Wirtschaft. Die Tourismusbranche verschafft dem Land nicht nur Einnahmen in Milliardenhöhe, sondern sorgt ebenso für viele begehrte Arbeitsstellen.

Entwicklung der Tourismusindustrie

Die Entdeckung von mysteriösen Maya-Ruinen auf der Halbinsel Yucatán, weckte in den 1940er Jahren das Interesse für Mexiko und zog die ersten Reisenden an. Erneute Aufmerksamkeit erregten die Ausgrabungen von weiteren historischen Stätten wie das im Dschungel verborgene Palenque, die Pyramiden von Teotihuacán und die Tempelstadt Monte Alban bei Oaxaca. Die mexikanische Regierung erarbeitete einen Plan zur Förderung touristischer Projekte. Es sollte neben dem Kulturtourismus insbesondere das Potenzial der attraktiven Küstenregionen für den Strandtourismus ausgeschöpft werden: Cancún an der Karibikküste, Huatulco und Ixtapa/Zihuatenejo an der Pazifikküste, sowie Los Cabos an der Südspitze der Baja California.

Begünstigt wurde das Vorhaben durch zwei sportliche Grossereignisse, die Ausrichtung der Olympischen Spiele 1968 und der Fussball-Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko-Stadt, welche zu einer Imagesteigerung und Modernisierung Mexikos verhalfen. Dank den konstanten Geldflüssen aus der Erdölindustrie wurde der Ausbau der touristischen Infrastruktur vorangetrieben, Hotels für ein internationales Klientel und Flughäfen gebaut und die Verkehrswege verbessert.

Acapulco hatte sich bereits in den 1960er Jahren zu einem trendigen Badeort entwickelt. Hollywood-Filmstars brachten den Glamour nach Mexiko und verbreiteten den Ruf von Sonne, Meer, Strand und Fiesta. In den 1980er Jahren wurde dann Cancún der Inbegriff eines Ferienparadieses und der Massentourismus in riesigen Hotelresorts wurde entsprechend gefördert. Heute ist Cancún die wichtigste Urlaubsdestination in Mexiko, einerseits für Badeferien und die berüchtigten Spring Break Partys, jedoch zunehmend auch als Ausgangspunkt für kulturelle und geschichtliche Rundreisen auf der Halbinsel Yucatán.

Zukunft des mexikanischen Tourismus

Obwohl der Schwerpunkt des mexikanischen Tourismus nach wie vor Badeferien sein werden, wird durchaus eine Diversifizierung der Angebote angestrebt: Rundreisen mit Unterkünften in mexikanischen Haciendas und zu natürlichen Attraktionen im Landesinnen erfreuen sich einer stärkeren Nachfrage, Aktivreisen wie tauchen, Golf spielen, Radtouren und Trekkings sind im Trend, der Gesundheits- und Wellness-Tourismus boomt, Sprachtourismus, Ökoreisen sind in aller Munde und Kreuzfahrtschiffe bringen eine beträchtliche Anzahl Touristen auf die Karibikinsel Cozumel oder in den Pazifikhafen Puerto Vallarta. Das mexikanische Fremdenverkehrsamt versucht auch alternative Reiseziel mit der Auszeichnung als Pueblo Mágico zu fördern.

Die grösste Herausforderung in den nächsten Jahren dürfte jedoch die Sicherheitslage in Mexiko sein. Negative Schlagzeilen in der internationalen Presse haben schwerwiegende Folgen für das Land, Mexiko ist abhängig von den Einnahmen aus dem Tourismus. Gleichzeitig kann der Tourismus auch eine Chance für den notwendigen wirtschaftlichen Wachstum sein, die Schaffung von Arbeitsplätzen ist ein gewichtiges Argument.