Reise zu den Höhepunkten in Nordmexiko

Die Rundreise führt mit dem Mietwagen zu den Highlights auf der Halbinsel Baja California. Von Grenzstadt Tijuana entlang der Pazifikküste, auf der Ruta del Vino durch das Weinanbaugebiet der Baja, durch die Wüstenlandschaft mit den typischen Cardón-Kakteen, zum UNESCO-Weltkulturerbe den Höhlen von San Francisco bis nach La Paz und weiter die Sierra Madre hoch in die Kupferschlucht im Bundesstaat Chihuahua.

Rundreise mit dem Mietauto von Tijuana nach Chihuahua

Von Tijuana aus sind es gerade einmal 1’475 Kilometer auf der Carretera Federal 1, der Transpeninsular, bis nach La Paz im Süden der Halbinsel Baja California. Jenseits der berühmt-berüchtigten Grenzstadt erwartet Reisende eine der abwechslungsreichsten, aber weniger frequentierten Routen für Rundreisen in Mexiko. Neben Buchten mit türkisblauem Wasser gibt es Grauwale, Weingüter der Spitzenklasse, Wüstenlandschaften und die älteste spanische Mission der Region zu entdecken. Statt von La Paz aus die Touristenhochburg Cabo San Lucas am äussersten Südzipfel anzusteuern, setzt diese Route auf ein weiteres Highlight auf der anderen Seite des Golfs von Kalifornien: die Bahnfahrt durch die fantastische Kupferschlucht (Fotos auf Facebook) im Bundesstaat Chihuahua.

Anreise und Abholung des Mietwagens

Wer nicht im Zuge einer organisierten Reise unterwegs ist, muss sich zunächst zwischen einem Flug nach Tijuana oder einer Ankunft am Flughafen San Diego entscheiden – dieser ist nur knapp 45 Kilometer von der grössten Stadt in Baja California entfernt. Wer jedoch direkt in Tijuana landet, vermeidet die Grenzüberfahrt mit dem Auto genauso wie das amerikanische Nummernschild und kann seinen Leihwagen problemlos bereits von zu Hause aus buchen und so von besonders günstigen Tarifen profitieren. Je nach Mietwagen-Broker ist es möglich Tijuana als Abholort auszuwählen, das Auto aber in Chihuahua nach der Rundfahrt abzugeben.

Mietwagen in Mexiko
Rundreise mit dem Mietwagen auf der Baja California.

1. Tag: Tijuana und Ankunft in Ensenada

Egal ob als Ausgangspunkt oder Zwischenstopp – Tijuana begrüsst seine Besucher mit einer Mischung aus knallbunten Souvenirläden, dem „Tijuana Special“ mit Enchiladas, Reis und Bohnen und dem berüchtigten Nachtleben der Stadt. Besonders beliebt ist die 1.5-Millionenstadt bei US-Amerikanern, die gern zum Shoppen und Feiern über die Grenze kommen. Bei einem Rundgang im Zentrum kann man in das lebendige Treiben eintauchen und sich in den zahlreichen Läden und Einkaufszentren mit ersten Souvenirs eindecken.

Sobald man die Stadt hinter sich gelassen hat, erhascht man rechterhand den ersten Blick auf den Pazifik. Hier zeigt sich Mexiko zudem von seiner ursprünglichen Seite, abseits von Tijuana und Mexicali im Norden ist Baja California eher dünn besiedelt. Das etwa 115 Kilometer südlich gelegenen Ensenada hat sich in den vergangenen Jahren zu einem lohnenswerten Reiseziel für Touristen gemausert, die guten Wein und die moderne mexikanische Küche schätzen. Ein Ausflug in die Restaurants der Stadt und Weinberge der Umgebung lohnt sich dementsprechend.

2. Tag: Ruta del Vino und La Bufadora

Die ersten Weinreben kamen im 16. Jahrhundert mit den Spaniern nach Baja California. Heute gibt es nur gut 20 Kilometer von Ensenada entfernt eine eigene Weinstrasse, die Ruta del Vino. In der Touristeninformation in Ensenada erhalten Sie einen Guide, die Strassen in die Hauptanbaugebiete Valle del Guadelupe und El Porvenir sind gut ausgeschildert. Hier können Sie bei grossen Winzern wie Santo Tomas, kleineren Bio-Produzenten wie Doña Lupe oder der hochklassigen Adobe Guadalupe Vineyard and Ranch (Webseite) exzellente Weine probieren. Auf einer Halbinsel gut 35 Kilometer südlich von Ensenada befindet sich mit La Bufadora zudem eine eindrucksvolle Naturattraktion: hier werden Brandungswellen durch eine enge Unterwasserschlucht gedrückt und schiessen am Ende in bis zu 20 Meter hohen Fontänen aus einer Öffnung. Auf YouTube findet ihr ein Video zu diesem Naturphänomen

La Bufadora Blowhole Baja California
An der Pazifikküste bei Ensenada, nördlich auf der Baja California, befindet sich das Blowhole La Bufadora.

3. Tag: Die Felsen und Kakteen von Cataviña

Eine Wanderung im Steingarten von Cataviña in der gleichnamigen Wüste bietet mit skurrilen Felsformationen, den vielen hochgewachsenen Cardón-Kakteen – dem Markenzeichen der Region – und Lagunen mit spiegelglatter Oberfläche einen Ausflug in exotischer Vegetation abseits der Küste. Auch Elefantenfussbäume, Blaupalmen und die teils bizarr geformten Boojum-Bäume gibt es hier zu sehen.

4. und 5. Tag: Salz, Dünen und Grauwale in Guerrero Negro

Wieder zurück an der Küste bieten die grössten Salzgewinnungsanlagen der Welt in Guerrero Negro genauso unvergessliche Eindrücke wie die bis zu acht Meter hohen, safranfarbenen Dunas de la Soledad. Das eigentliche Highlight der Laguna Ojo de Liebre sind aber die Grauwale, die sich von Ende Dezember bis April in der Bahia de los Angeles tummeln. Zahlreiche lokale Fischer bieten Bootstouren zur Walbeobachtung an. Auf die Meeresriesen und ihre frischgeborenen Kälber zu treffen ist hier im Frühjahr fast garantiert.

La Paz Schriftzug an der Küste
Uferpromenade entlang der Küste der Baja California, die natürlich auch beliebt ist für Bootstouren.

6. Tag: Die Höhlenmalereien von Sierra San Francisco

Etwa 150 Kilometer im Landesinneren, nahe der kleinen Stadt San Ignacio ist die Landschaft wieder deutlich vom Wüstenklima und seiner Fauna geprägt. In dieser kargen, dünn besiedelten Gegend in den Bergen der Sierra San Francisco befindet sich eine Stätte des Unesco-Weltkulturerbes. In einigen Höhlen befinden sich Felsmalereien, die Experten zufolge etwa 7’000 Jahre alt sind (siehe auch www.indianerwww.de).

7. und 8. Tag: Die Mission und Strände von Loreto

Etwa 275 Kilometer weiter südlich liegt Loreto. Hier gründeten spanische Jesuitenmönche im 17. Jahrhundert die erste Mission in Baja. Die zugehörige Kirche im Zentrum ist in gutem Zustand und im benachbarten Museo de las Misiones erfahren Sie nicht nur mehr über die Missionsarbeit, sondern die Entwicklung der ganzen Region. Die Jesuiten spielten eine entscheidende Rolle bei der Kolonialisierung Mexikos und die Halbinsel von Baja California mit ihrem Zugang zum Pazifik galt als strategisch wichtig, beispielsweise für den Handel mit den Philippinen. Bekannt ist Loreto aber auch für seine traumhaften, naturbelassenen Strände – einige der schönsten in Baja. Hier kann man also durchaus etwas länger bleiben und die Seele baumeln lassen.

Loreto Capital Historica de las Californias
Baja California ist bekannt für seine Missionen, wie hier in Loreto.

9. und 10. Tag: La Paz und Überfahrt nach Topolobampo

Nach gut 360 Kilometern Fahrt erreichen Sie schliesslich La Paz, eine moderne Stadt und die letzte Station in Baja auf dieser Rundreise. Wer Zeit hat, sollte einen der spektakulären Sonnenuntergänge an der Uferpromenade Malecón geniessen, bevor es mit der Fähre auf die andere Seite des Golfs von Kalifornien in den Hafen von Topolobampo in Sinaloa geht.

11.-15. Tag: Fahrt nach Creel, Kupferschlucht und Heimreise

Die 425 Kilometer lange Fahrt nach Creel führt bereits durch die Berge der Sierra Madre Occidental, wo sich unweit von Creel auch die Kupferschlucht befindet. Sie ist eine der entlegensten Regionen der Welt und eine spektakuläre Bahnreise führt durch den Canyon. Das Schluchtensystem erstreckt sich über eine Fläche von rund 25’000 km2 und ist damit viermal so gross wie der Grand Canyon. Bis zu 1’800 Meter gehen die Felsen in die Tiefe und manche der Schluchten sind bis zu 50 Kilometer lang. Von Creel aus sind es dann lediglich knapp 300 Kilometer bis Chihuahua, wo der Mietwagen abgegeben werden kann und die Heimreise oder die Fortsetzung der Rundreise durch Mexiko angetreten werden kann. Der Bundesstaat Chihuahua bietet weitere tolle Highlights.

Bahnreise im Kupfer Canyon Barranca del Cobre
Rundreise mit dem Zug durch die fantastische Kupferschlucht.

Rundreisen in Mexiko