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Allgemeine Sicherheitslage und Reisehinweise

Sicherheit und Reisehinweise für Mexiko

Polizisten in Mexiko können einerseits sehr hilfreich sein und sorgen für Sicherheit, andererseits sind sie auch in Delikte verstrickt.

Sicherheits- und Reisehinweise

Taxis

Infolge der steigenden Zahl an Überfällen auf Taxi-Fahrgäste, sollte man besser keine Taxis auf der Strasse heran winken. Es ist sicherer das Taxi an einem offiziellen Standort (sitio) zu nehmen. An manchen Flughäfen und Busbahnhöfen kann das Fahrgeld an einem Schalter im Voraus entrichtet werden, und dann wir ein autorisiertes Taxi zugeteilt, wie zum Beispiel in Mexiko-Stadt und in Guadalajara möglich.

Korrupte Polizisten

Die Korruption der Polizei ist ein gravierendes Problem in Mexiko. Die mexikanische Polizisten sind schlecht bezahlt und etliche geben sich selbst das Recht, sich durch eine "Mordida" (Schmiergeld) einen Zusatzverdienst zu sichern. Teils sind die Beamten auch in Delikte involviert, das kann aktiv sein oder eben im kritischen Moment kurz Wegsehen. Begegnungen mit der Polizei besser meiden.

Allgemeine Sicherheitslage

Die anhaltenden, gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Drogenkartellen und den staatlichen Sicherheitskräften wie Polizei und Militär, können vereinzelt auch unbeteiligte Personen in Mitleidenschaft ziehen. Betroffen sind unter anderem die nördlichen Bundesstaaten an der Grenze zu den USA, sowie Michoacán, Guerrero und Veracruz.

Bei den Städten hat sich die Sicherheitslage in den folgenden Orten erheblich verschlechtert: Tijuana, Ciudad Juarez, Monterrey, Veracruz und im Badeort Acapulco. Die Kriminalität stellt auch in Mexiko-Stadt ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko dar. Entreissdiebstähle sind verbreitet. Bei Reisen in die durch Armut geprägten südlichen Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas wird zur Vorsicht geboten. Wobei sich hier weder die Guerillas der Zapatistas noch die Soldaten für die Touristen interessieren.

Sicherheitslage überprüfen vor der Reise

Vor einer Reise nach Mexiko sollte die aktuelle Sicherheitslage des Auswärtigen Amtes Deutschlands, des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten der Schweiz oder die Webseite des österreichischen Aussenministeriums konsultiert werden. Jedoch sollte man sich davor nicht abschrecken lassen. Die Situation wird dort immer sehr kritisch analysiert, manchmal etwas übertrieben vorsichtig. Oft wird auch Sicherheitsrisiken hingewiesen, welche in Europa genau gleich gelten. Protestaktionen sollte man in Berlin genau gleich meiden wie in Mexiko-Stadt, die Handtasche kann sowohl in Zürich als auch in Monterrey entrissen werden, von Armut betroffene Bezirke in Wien sind als Tourist ähnlich Taboo wie diejenigen in Guadalajara.

Mexiko hat zugegebenermassen momentan ein Problem mit kriminellen Drogenbanden. Doch hat Italien nicht auch ihre Mafia, Spanien bekämpft die ETA, in Nordirland ist die IRA aktiv und in ganz Europa drohen die Al-Quaida Terroristen mit Anschlägen? Sollte Europa und diese Länder deshalb gemieden werden? Wohl kaum, man kann sie nach wie vor bereisen, wie auch eine Reise nach Mexiko möglich ist. Trotz der hohen Verbrechensrate und erschreckenden Statistiken, kann Reisenden eigentlich wenig passieren.

Lädiertes Image von Mexiko

Die sensationshungrigen Medien verschulden zudem ein Image Problem von Mexiko. Eine Schiesserei unter Drogengangs findet sofort eine Schlagzeile, anderweitige Ereignisse wie kulturelle Festivals oder sportliche Leistungen sind in der europäischen Presse nicht erwähnenswert. Das ergibt mitunter ein falsches Bild von Mexiko. Erstaunlicherweise leidet der Tourismus scheinbar wenig darunter, die Besucherzahlen sind in den letzten Jahren relativ stabil auf einem hohen Niveau geblieben.

Es gilt nichts zu verharmlosen, Vorsicht ja - Panik nein. Gesunder Menschenverstand kombiniert mit einer gewissen Wachsamkeit verhelfen zu einer unvergesslichen Reise und einem erholsamen Urlaub in Mexiko.

Weitere Infos zum Drogenkrieg in Mexiko

Naturkatastrophen und naturbedingte Risiken

Warnsysteme

Frühwarnsysteme und Schutzmassnahmen vor Erdbeben, Wirbelstürmen und vulkanischen Aktivitäten sind in Mexiko sehr gut organisiert. Je nach Alarmstufe können Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung und Touristen oder im Notfall eine Evakuierungen relativ rasch vorgenommen werden.

Erdbeben

In Mexiko kommen immer wieder Erdbeben vor. Das können von kleinen Erschütterungen bis heftige Erdbeben mit hohem Personen- und Sachschaden sein. Das stärkste Beben der jüngeren Geschichte ereignete sich im Jahre 1985 in Mexiko-Stadt, mit einer Stärke von 8.1 auf der Richterskala, mit beträchtlichem Sach- und Personenschaden.

Hurrikane

Vom Mai bis November können im Pazifischen Ozean Wirbelstürme auftreten. Im Golf von Mexiko und in der Karibik dauert die Hurrikan-Saison von Juli bis Oktober/November. Es muss im Extremfall mit starken Stürmen, Regenfällen und in der Folge mit Überschwemmungen gerechnet werden. Hurrikan Wilma hinterliess 2005 in der Region von Cancún gewaltige Schäden an.

Aktive Vulkane

Das ganze zentrale Hochland wird von zahlreichen, mächtigen Vulkanen eingenommen. Derzeit sind nur der Popocatépetl bei Mexiko-Stadt und der Volcano de Colima ca. 140 Kilometer südlich von Guadalajara mehr oder weniger aktiv. Bei beiden Vulkanen werden immer wieder seismische Aktivitäten festgestellt.