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Oaxaca de Júarez - die Hauptstadt

Oaxacas Hauptstadt Oaxaca de Júarez

Barocke Kirche Santo Domingo und Flanierzone Calle Alcalá im historischen Zentrum der Hauptstadt Oaxaca de Juárez.

Streifzug durch die bezaubernde Kolonialstadt

Die bezaubernde Kolonialstadt Oaxaca de Júarez ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates Oaxaca. Mit ihren gut erhaltenen Barrockkirchen, Bürgerhäuser und Palästen wurde Oaxaca mit dem UNESCO-Welterbe geadelt. Indigene Kulturen treffen auf das spanische Kolonialerbe und vermischen sich authentisch mexikanisch zu einer der attraktivsten Reisedestinationen des Landes. Der Besuch von Oaxaca, mit seiner ruhigen, beschauliche Lebensart, gehört bestimmt zu den Höhepunkten einer Mexiko-Reise.

Der Name Oaxaca leitet sich von einem indianischen Wort ab, das Gebiet der heutigen Stadt war von den Kulturen der Zapoteken und Mixteken geprägt. Der Beiname "Juárez" ist zu Ehren des in der Nähe geborenen, ersten mexikanischen Präsidenten indianischer Abstammung und jetzigem Nationalhelden Benito Juárez.

Die Stadt liegt auf einer Höhe von 1550 m in einem fruchtbaren Hochtal der Sierra Madre del Sur. Mit seiner mittleren Größe von gegen 300'000 Bewohnern und seinem schachbrettartig angelegten Zentrum, bleibt Oaxaca überschaubar und nahezu alle Sehenswürdigkeiten können zu Fuß erkundet werden.

Straßenzug um Straßenzug reihen sich ein-, höchstens zweigeschossige Stadthäuser aneinander. Die Fassaden der Gebäude leuchten in einer Palette weicher Farben. Die architektonischen Schönheiten sind eine Mischung aus kolonialen Prachtbauten und mit modernen Akzenten renovierten renovierten Immobilien. Genau dank dieser städtebaulichen Eleganz wurde Oaxaca 1988 ins UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Schlendere durch die kopfsteingepflasterten Gassen, bewundere das traditionelle Kunsthandwerk und die lebendige Kunstszene, inhaliere die Düfte der Märkte, entdecke die Highlights der Hauptstadt, erlebe die herzlichen Fiestas, koste lokale Spezialitäten und den hier beliebten Agavenschnaps Mezcal – Oaxaca wird auch dich verzaubern.

Innenhof Kolonialarchitektur

Kolonialarchitektur im historischen Zentrum von Oaxaca, mit stimmigem Innenhof.

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Hauptplatz Zócalo

Der Lebensmittelpunkt und Treffpunkt für Jung und Alt, Einheimische und Touristen ist der Hauptplatz Zócalo. Der Platz wird von dichten Lorbeerbäumen gut beschattet und ist gesäumt von eindrücklichen Arkaden, mit gemütlichen Cafés und Restaurants. Hier kannst du frühmorgens bei einem Kaffee oder heißen Schokolade dem Erwachen der Stadt zusehen und abends bei einem Drink das muntere Treiben beobachten.

Indigena-Frauen mit ihren farbenfrohen Trachten versuchen den Touristen handgemachte Souvenirs zu verkaufen, Schuhputzer offerieren ihren Service, Jugendliche nutzen die schmiedeeisernen Bänke zum Plaudern und Updaten ihrer Kanäle auf den sozialen Medien, verliebte Paare tauschen Zärtlichkeiten aus, Familien flanieren mit ihren Kindern und Musiker führen ihr Repertoire auf. Es läuft immer was, du kannst den ganzen Tag hier verbringen und kommst aus dem Staunen nicht heraus.

Rund um den Zócalo ist der koloniale Charme besonders gut spürbar. Am südlichen Ende befindet sich der ehemalige Palacio de Gobierno, der Gouverneurspalast, in dem heute das sehenswerte Museo del Palacio untergebracht ist. Die barocke Kathedrale und weitere prunkvolle Gotteshäuser thronen im Umfeld des Platzes.

Restaurant auf dem Zócalo

Die Arkaden rund um den Zócalo beherbergen etliche Cafés und Restaurants.

Calle Alcalá - Oaxacas Fussgängerzone

Die Calle Alcalá führt nördlich vom Zócalo zur Barockkirche Santo Domingo. Die Fußgängerzone ist die Flaniermeile schlechthin. Die verkehrsfreie Straße wird gesäumt von ehrwürdigen, bunten Steingebäuden aus der Kolonialzeit. Die idyllischen Innenhöfen beherbergen Läden mit Kunsthandwerk, Kunstgalerien, Schmuckgeschäfte, Buchläden sowie Cafés, Bars und Restaurants.

Die Kirche von Santo Domingo mit den charakteristischen Pflanzen auf dem Vorplatz, ist wohl sogar eindrücklicher als die Kathedrale. Auf keinen Fall versäumen solltest du das Museo de las Culturas im ehemaligen Kloster Santo Domingo gleich nebenan. Hier erfährst du interessante Details zur Geschichte der Stadt und über die Hochkulturen der Zapoteken und Mixteken der zentralen Täler im Bundesstaat Oaxaca. Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich der Jardín Etnobotánico, der Botanische Garten, mit einer verblüffenden Anzahl Pflanzen und Kakteen.

Fussgängerzone Calle Alcalá

Die Fussgängerzone Calle Alcalá führt vom Zócalo zur Kirche Santo Domingo.

Märkte

Die umtriebigen Märkte in Oaxaca sind ein echtes Highlight. Gleich südlich des Zócalo befindet sich der Mercado Benito Juárez. Da locken bestickte Blusen, farbenfroh gewobene Teppiche, traditionelle Töpferwaren, verführerischer Schmuck und viele hübsche Souvenirs. Indigena-Frauen in ihren schönen Trachten bieten einheimisches Kunsthandwerk an. Auch findest du Gewürze und alle Zutaten für die comida oaxaqueña, die lokale Küche, mit exotische Gewürzen und Kräuter, sowie frisches Gemüse und Früchte.

Gleich nebenan kannst du die Markthalle des Mercado 20 de Noviembre besuchen. Die familiären Kleinküchen, comedores genannt, bieten feinste regionale Spezialitäten an. Die comedores mit den meisten Leuten sind besonders lecker. Wenn du nicht sicher bist, was du bestellen sollst, lass dich von Mexikanern inspirieren oder erhasche einen Blick in die mächtigen Kochtöpfe der Marktfrauen und lass dich vom Duft verführen.

Der riesige Mercado de Abastos ist einerseits für Grosshandelskunden, andererseits bietet der Markt auch eine überwältigende Vielfalt an Produkten für die Endverbraucher. Der Markt befindet sich zwischen dem Periférico und dem Fluss Rio Atoyac. Gleich anbei ist auch der lokale Busterminal mit Verbindungen in die umliegenden Dörfer. Der Markt ist sehr geschäftig, laut und geruchsintensiv. Die Händler preisen weithin hörbar ihre Ware an. Immer wieder wirst du aufgefordert dies oder jenes zu probieren. Der Besuch dieses von Touristen wenig besuchten Marktes ist ein sehr authentisches Erlebnis.

Indigene Mexikanerin in Oaxaca

Eine indigene Verkäuferin preist ihre gestickten Produkte auf dem Markt an.

Kultur

Guelaguetza Festival

Eines der prächtigsten Feste Oaxacas ist die Guelaguetza, welches alljährlich an den beiden letzten Montagen im Juli stattfindet. Das Kulturfestival hat eine lange Tradition, es wurde schon vor der Ankunft der spanischen Eroberer zelebriert. Guelaguetza bedeutet in der Sprache der Zapoteken so viel wie "Geben und Nehmen" oder "Geschenk". Für diese Fiesta Mexicana präsentieren die sieben Regionen des Bundesstaates Oaxaca ihre farbenfrohen Kleider, führen traditionelle Tänze auf und natürlich dürfen lokale kulinarische Köstlichkeiten nicht fehlen. Die Feierlichkeiten finden im Auditorio Guelaguetza auf dem Cerro del Fortin statt, auf dem Hügel nordwestlich des Zentrums. Tickets für die Vorstellungen werden meist ab dem Frühjahr in den Büros der Touristeninformation in Oaxaca verkauft.