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Kolonialstadt Pátzcuaro und der Pátzcuaro-See

Kolonialstadt und Pueblo Mágico Pátzcuaro

Die in weinrot und weiss gestrichenen Fassaden und mit roten Ziegeln bedachten Häuser der Kolonialstadt und Pueblo Mágico Pátzcuaro.

Pátzcuaro - Pueblo Mágico

Das kolonialzeitliche Juwel Pátzcuaro

Die Provinzstadt Pátzcuaro mit ihrem kolonialen Charme und bunten Traditionen, liegt weniger als 50 km südwestlich von Morelia, am Ufer des Pátzcuaro-Sees. Weitläufige Pinienwälder und eine leicht gebirgigen Landschaft umgeben das als Pueblo Mágico deklarierte Städtchen, also eine als besonders sehenswert eingeschätzte Ortschaft mit einem typischen, gepflegten mexikanischen Charakter.

Die Häuser mit den weinroten und weiss gestrichenen Fassaden und den roten Dachziegeln, ergänzen sich harmonisch mit den Gassen aus Kopfsteinpflaster, den Plätzen und Gärten und ergeben dieses einzigartige, einheitliche Stadtbild. Die Fenster und Balkone sind durch künstlerisch ausgearbeitete Schmiedeeisen geschützt. Das Zentrum von Pátzcuaro dominieren attraktive koloniale Gebäude, Villen und mit Blumen geschmückte Innenhöfe, erbaut rund um die feine und elegante Plaza de Quiroga.

Stadtgeschichte

Pátzcuaro war eine der ersten Städte, die vom Volk der Purépechas, auch bekannt als Tarasken, um das Jahr 1300 gegründet wurde. Der Name bedeutet "das Tor des Himmels" und war ein wichtigstes religiöses Zentrum dieser Zivilisation.

Aus der Kolonialzeit gilt es die Rolle des Vasco de Quiroga, dem ersten Bischof von Michoacán und Verteidiger der indigenen Völker zu erwähnen, welcher Pátzcuaro sogar als Hauptstadt des Bundesstaates Michoacán ernannte. Quiroga liess Gesundheitszentren erstellen, förderte Bildung, half den talentierten Handwerker sich zu entwickeln und ermöglichte der indigenen Bevölkerung die landwirtschaftliche Selbstversorgung. Er ist die am meisten verehrte historische Figur im Bundesstaat Michoacán und seine Statue ist das Kernstück des Hauptplatzes in Pátzcuaro.

Pátzcuaro-See und die Insel Janitzio

Malerischer See und traditionelle Insel

Pátzcuaro-See und Insel Janitzio

Am Stadtrand stösst man auf das Ufer des malerischen Pátzcuaro-Sees (Lago de Pátzcuaro), in dessen Mitte die Insel Janitzio mit seiner gigantischen Statue hervorragt. Regelmässig bringen Boote die Reisenden in einer kurzweiligen Fahrt auf die Insel. Besonders unter der Woche, wenn nur wenige Ausflügler Janitzio besuchen, findet man hier noch das sehr ländliche und traditionell geprägte Mexiko. Die Insel bietet den Besuchern Gelegenheit die Märkte zu erkunden und Kunsthandwerk von heimischen Künstlern zu erstehen.

In kleinen Familienrestaurants wird der im See gefangene Fisch köstlich zubereitet, auf keinen Fall verpassen. Befischt wird der Lago de Pátzcuaro noch traditionell mit riesigen Fischernetzen, welche den Flügeln eines Schmetterlings gleichen. Diese Fischer mit den Schmetterlings-Fischernetzen sind zu einem Symbol und Wahrzeichen von Michoacán und ganz Mexiko geworden.

Unübersehbar ragt die Statue von José Maria Morelos, einem ehrenhaften Helden der mexikanischen Revolution, über der Insel Janitzio. Im Innern führt eine Treppe zur Spitze hoch und es ergibt sich ein fantastischer Rundblick über die am Seeufer gelegenen Dörfer und das liebliche Landschaftsbild Michoacáns.

Die Ortschaften rund um den Pátzcuaro-See erreichen ihre volle Pracht während der Feierlichkeiten am 1. und 2. November, am Dia de Muertos, dem Tag der Toten. Insbesondere auf der Insel Janitzio und in Tzintzuntzan gelten die Fiestas als eindrücklich und farbenfroh. Auf den Friedhöfen werden die Grabmäler und in den Häusern eigens errichtete Altare mit Früchte und Blumen geschmückt. Die Nacht über wird zu Ehren der Verstorbenen eine Totenwache abgehalten.