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Día de los Muertos - der skurrile und bunte Festtag

Der bunte Festtag Dia de los Muertos

Der Dia de los Muertos ist ein kurioser Feiertag in Mexiko, es wird gefeiert statt getrauert.

Den skurrilsten und buntesten Festtag Mexikos feiern

Der Tag der Toten

Karibische Traumstrände auf der Halbinsel Yucatán, uralte Aztekentempel mit gruseligen Tierverzierungen, der belebte Zócalo-Platz mitten in Mexiko-Stadt, Höhlen, Dschungel, Kakteen und Tacos mit scharfer Füllung: Mexiko hat für interessierte Reisende viel zu bieten. Wie wäre es, den grössten, buntesten und skurrilsten Festtag der Mexikaner mit ihnen zusammen zu feiern?

Hintergrund der Feierlichkeiten

Der Tag der Toten ist zwar nicht der einzige mexikanische Festtag, der Menschen auf der ganzen Welt bekannt ist. Vor allem in den USA wird auch der 5. Mai, der Cinco de Mayo, gross gefeiert. An diesem Tag besiegte die unterlegene mexikanische Armee bei Puebla die französische Expeditionsarmee.

Nicht nur in Mexiko, sondern auch in anderen Ländern feiern jedoch viele Menschen den día de los muertos typisch mexikanisch - farbenfroh, kreativ und ausgelassen. Während in Deutschland Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November) eher besinnlich und ernst gefeiert werden, ziehen sich die bunten und bizarren Feierlichkeiten in Mexiko vom 31. Oktober bis zum 2. November hin.

Die Verbindung der Traditionen

Dabei verbinden sich dort in einzigartiger Weise christliche und indigene Traditionen (mehr Bilder, Videos und Informationen dazu hier). Nach der Eroberung Mexikos durch die Spanier im 16. Und 17. Jahrhundert versuchten christliche Priester, durch die Verlegung der indigenen (Maya, Azteken) Feierlichkeiten den Ursprung zu zerstören.

Doch noch heute glauben viele Mexikaner daran, dass die Geister der Verstorbenen jedes Jahr von ihrem Wohnort im Jenseits (Mictlan) kurz im Diesseits auf Besuch kommen. Dabei kehren an Allerheiligen, in der sogenannten "Nacht des Hundes", nach der Legende zuerst die angelitos (kleine Engel), also die gestorbenen Kinder, zurück. Nach ihnen sind die verstorbenen Erwachsenen an der Reihe. Doch was können Touristen sehen und hören, wenn sie in diesem Zeitraum Mexiko besuchen?

Wie läuft der Día de los Muertos ab?

Wer auf Reiseportalen einen Trip in das faszinierende Land bucht, sollte erwägen, zum D ía de los Muertos dort zu sein. Denn farbenprächtiger, allgegenwärtiger, aber auch skurriler ist kein Fest in Mexiko. Daher wurden die Feierlichkeiten auch 2003 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt.

Überall sichtbar sind dabei Skelette oder Totenköpfe, die mit Kleidern ausgestattet und bunt dekoriert sind. Sie symbolisieren die Geister der Toten. Die Mexikaner fertigen die sogenannten "Calaveras" aus Pappmaché, Gips oder Zucker (calaveras de dulce). Nicht nur letztere sind für die ganz tapferen Touristen essbar, sondern auch das süsse "pan de muerto", das Totenbrot. Wenn die Geister aus der Totenwelt die Lebenden besuchen, müssen sie sich im Diesseits erst einmal orientieren. Den Vorstellungen gemäss erkennen sie dabei am besten die Farben Gelb und Orange. Aus diesem Grund werden "Cempasúchil" (die Blume der Toten, eine orangefarbene Tagetes), Ringelblumen und Chrysanthemen als Wegweiser von den Friedhöfen zu den Häusern aufgehängt.

In den Häusern, jedoch teils auch auf öffentlichen Plätzen, stellen die Lebenden die "ofrendas" auf. Es handelt sich um Totenaltäre, auf denen Speisen, Getränke, Blumen oder persönliche Erinnerungsgegenstände die nahenden Toten willkommen heissen und sie nach der Reise aus dem Jenseits stärken. Dabei erinnern beispielsweise Fotos der Verstorbenen an gemeinsame Zeiten, Weihrauch und Kerzen sorgen darüber hinaus für Atmosphäre. Nach ihrer Rückkunft feiern Lebende und Tote gemeinsam mit den besten Speisen und beliebtesten Getränken, es wird traditionell viel musiziert und getanzt. Nach dem Besuch kehren die würdig empfangenen und bewirteten Geister wieder nach Mictlan, beziehungsweise in den Himmel, zurück.

Schlusswort

Letztlich bleibt zu sagen, dass der Día de los Muertos für Interessierte mehr ist als ein bizarres, fröhliches, buntes Spektakel, das man hören, sehen, schmecken, riechen und fühlen kann. Es zeigt, wie in der mexikanischen Kultur mit dem Tabuthema Tod umgegangen wird. Und wer dies einmal erlebt hat, der könnte denken, dass dies nicht die schlechteste Weise ist, mit diesem an sich traurigen Anlass umzugehen.