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Maya-Ruinen Palenque - Abenteuer im Dschungel von Chiapas

Palenque im Dschungel von Chiapas

Die in den Dschungel von Chiapas eingebetteten Maya-Ruinen von Palenque sind eine der herausragenden Sehenswürdigkeiten in Mexiko.

Mythen der Tempelstadt Palenque

Im Dschungel von Chiapas

Im Hochland von Chiapas, in tropischer Hitze und mitten im Dschungel, warten die wohl schönsten Ruinen Mexikos auf abenteuerlustige Besucher: die Tempelstadt von Palenque mit ihren Wasserkanälen steht seit Jahren für ungebrochene Faszination. Zahlreiche Mythen ranken sich um die uralte Stadt, der die Brüllaffen jeden Abend mit ihrem Geschrei huldigen.

Zwar ist die Geschichte dieser beeindruckenden Tempelstadt mittlerweile ziemlich erforscht, aber sie mutet so abenteuerlich an, dass Wissenschaftler, Esoteriker und Touristen ihre Lücken immer noch allzu gern mit fantastischen Geschichten füllen. Zu schön ist die Lage, zu magisch die Atmosphäre dieses Ortes, als dass man glauben könnte, dass Palenque einfach bloss ein Weltreich war, das irgendwann verlassen wurde.

Woher kommen die Mythen um Palenque?

Die Stadt wurde schon lange vor Christus erbaut und hatte ihre Hochzeit im 6. bis 8. Jahrhundert. Hier wurden nicht nur die wichtigsten Tempel gebaut, die bis heute als die wohl schönsten Tempel der Maya-Kultur gelten. Sondern in dieser Zeit entstanden auch der beeindruckende mehrstöckige Palast und die pompösen Grabstätten, die bis heute zu abenteuerlichen Spekulationen führen.

Nachdem die Dominikaner-Mönche die Ruinen Ende des 18. Jahrhunderts wiederentdeckten, besuchte der Forscher Jean Frédéric Waldeck die Stätte 1832 und stellte seine Vermutungen über die beeindruckenden Anlagen an. Schnell war für den Europäer klar: diese Ruinen können unmöglich von amerikanischen Ureinwohnern stammen, "zivilisiertere" Völker müssten für sie verantwortlich sein. Waldeck vermutete hinter den Bauwerken Architekten wie die Phönizier oder die Nachfahren Atlantiks und legte damit den Grundstein für alle esoterischen Spekulationen, welche den Ort bis heute begleiten.

Das Mekka für Abenteuerlustige in Mexiko

Seit dem 18. Jahrhundert zerbrachen sich zahlreiche Forscher die Köpfe über den Ort und haben die Wirkungsstätte und die Macht ihrer Bewohner über den Westen im Maya-Reich immer weiter erforscht. Heute weiss man von mindestens einer Königin und hat anhand der Inschriften und Tempel die Religion des Volkes rekonstruieren können. Dennoch ist auch heute noch der Ort ein Ort der Mythen: Als 1952 eine besonders schön gestaltete Grabplatte gefunden wurde, war sie lange Zeit zentral für die Theorie von Erich von Däniken. Dieser meinte ausmachen zu können, dass der König auf dem Relief der Grabplatte nicht in das Reich nach dem Tod fährt, sondern eine Rakete besteigt und zurückkehrt auf seinen Heimatplaneten.

Die Theorie ist zwar mittlerweile widerlegt, aber Palenque bleibt eine Art Mekka für Anhänger von abenteuerlichen Theorien. Zum prophezeiten Weltuntergang am 21.12.2013 fand sich in Palenque ausserdem die Rainbow-Familie ein, um an diesem magischen Ort auf den Weltuntergang zu warten und die Ruinen für eine Zeit in eine grosse Kommune zu verwandeln.

Orientierung in der Ruinenstadt

Von der Ruinenstadt ist bis heute nur fünf Prozent freigelegt, aber für diese fünf Prozent braucht ein Besucher schon mindestens zwei Tage. Zu vielseitig sind die Reliefs in den Bauwerken. Empfehlenswert ist bestimmt auch sich einer geführten Rundreise durch Chiapas anzuschliessen. Der Templo de las Inscripciones (Tempel der Inschriften) ist das berühmteste Gebäude der Ruinenstadt, hier findet sich auch die Grabplatte, die Erich von Däniken berühmt gemacht hat. Besonders beeindruckend ist auch der Palacio, der seit dem fünften Jahrhundert immer wieder restauriert wurde und mit einem mehrstöckigen Turm aufwartet.

Die Kreuzgruppe, bestehend aus dem Templo del Sol, Templo de la Cruz und Templo de la Cruz Foliada, ist wohl die schönste Tempelanlage Mexikos. Mittlerweile weiss man, dass diese eine Ceiba-Baum-Darstellung ist, welche das Universum der Maya-Mythologie wiedergibt.

Praktische Informationen für den Besuch in Palenque

Unweit der Ruinenstadt befinden sich ausserdem zwei schöne Wasserfälle, an denen sich Touristen nach dem Besuch die Geschichten abwaschen können. Der Wasserfall Misol-Ha bietet neben den beeindruckenden 35 Metern fallendem Wasser auch ein glasklares Becken, in dem man schwimmen und sich erfrischen kann. Agua Azul ist besonders schön anzuschauen, da sich hier Wasser über mehrere Terrassen in beeindruckender Dschungellandschaft hinunter schlängelt.

Wer die Ruinen besuchen möchte, sollte ausreichend Getränke mitbringen, da der Anstieg oft beschwerlich ist und innerhalb der Ruinenanlage keine Getränke verkauft werden. Leerer sind die Ruinen am frühen Morgen, bevor sie die ersten Busse erreichen. Wer die Ruinen individuell erkunden möchte, sollte seine Informationsquelle mit Bedacht auswählen, oft warten an der Tempelanlage Führer, dessen Geschichten noch abenteuerlicher sind als die Fakten selbst.

Die Ortschaft Palenque ist wesentlich hübscher als sein Ruf. Hier warten tropische Gemütlichkeit und zahlreiche Restaurants auf Besucher. Besonders die Plaza Central und seine abzweigenden Strassen sind eine Stippvisite wert. Wer Wert auf ein schönes Hotel legt, kann sich im Vorhinein auf der Webseite von lastminute.de informieren. Der Online-Reiseveranstalter hat Angebote zahlreicher namhafter Veranstalter versammelt und bietet mit seiner Bewertungsfunktion Gästen die Möglichkeit, gute Hotels weiter zu empfehlen. So kann vor dem Besuch bereits sichergestellt werden, dass die Unterkunft in Palenque dem eigenen Standard entspricht. lastminute.de bietet ausserdem einen guten Überblick über günstige Flüge nach Mexiko und weitere Hotelangebote im Land der Mayas an.